Der BMW iX3 ist Zukunft und Vergangenheit
1962 war so ein Jahr, in dem bei BMW plötzlich alles Klick gemacht hat. Die "Neue Klasse" brachte Sportlichkeit, Innovation und Alltagstauglichkeit in Einklang und definierte damit die Marke neu. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute nachhallt. Und jetzt? Jetzt kommt die "Neue Klasse" zurück. Nur eben leise. Sehr leise.
Der BMW iX3 ist keine Fingerübung für die Zukunft, sondern mittendrin. Ein SUV, das Design, Fahrspaß und Hightech verbindet und dabei überraschend stark in Österreich verwurzelt ist. Seit 1977 pumpt die BMW Group Milliarden in den Standort, schafft tausende Jobs und investiert täglich weiter. Herzstück ist das Werk in Steyr, wo jährlich rund 1,2 Millionen Motoren entstehen – inzwischen auch elektrische. Fast jeder zweite BMW trägt damit ein Stück Österreich in sich.
Und der iX3? Der zeigt, was heute möglich ist. 800-Volt-Architektur, bis zu 805 Kilometer Reichweite und Ladezeiten, bei denen man kaum Zeit hat, den Kaffee auszutrinken: zehn Minuten bringen im Idealfall über 370 Kilometer. Dazu bidirektionales Laden, der BMW als Stromquelle fürs Haus oder E-Bike. Ziemlich smart. Auf der Autobahn wird’s dann fast schon futuristisch. Level 2+ erlaubt entspanntes, teilautonomes Fahren bis 130 km/h. Hände weg, Kopf bleibt dabei.
Im Interieur steckt viel Hirnschmalz. Ein gutes Beispiel dafür ist das Panoramic iDrive, das den ansonsten recht toten Bereich zwischen Armaturenträger und Motorhaube mit einem Bildschirm ausstattet. Warum man da nicht schon früher draufgekommen ist?
Ähnlich faszinierend und noch autonomer ist der Parkassistent. Ja, ein BMW war immer ein Auto für Selberfahrer und ist. es jetzt auch noch. Trotzdem fasziniert es und macht auf eine kindliche Art Freude. Wenn der iX3 die Umgebung abscannt und nach geeigneten Plätzen sucht, wie der Terminator nach Menschen. Wobei der BMW natürlich weit weniger bedrohlich daherkommt als Arnie in T-800-Aufmachung. Der Einparkprozess selbst ist übrigens so gut, dass Außenstehende nicht unterscheiden können, ob nun ein guter Autofahrer oder das Auto selbst einparkt. Unterstützt wird das Ganze von "Symbiotic Drive", einer Bremse, die so sanft arbeitet, dass man das Verzögern bis zum Stillstand nicht wirklich spürt.
"Seit 1977 sind wir ein sehr starker Motor für Österreich. Wir haben seit 1977 über 10 Milliarden in den Wirtschaftsstandort Österreich investiert. Wir beschäftigen 5.600 Mitarbeiter direkt. Nimmt man die Mitarbeiter der Handelsorganisation dazu, sind es sogar 8.400. Und wir bilden jährlich 500 Lehrlinge aus."
Alexander Bamberger
Geschäftsführer BMW Österreich
Technik? Ja. Overkill? Auch ja. Und das ist gut so.
Innen setzt der iX3 auf digitales Kino statt klassischer Knöpfe. Panoramic iDrive mit Head-up-Projektion, 3D-Display und cleverer Benutzerführung wirkt wie ein Interface aus der Zukunft, bleibt aber intuitiv. Dazu edle Materialien, Ambient Light und viel Platz: 520 bis 1.750 Liter Kofferraum plus Frunk. Praktisch kann er also auch. Highlight mit Augenzwinkern: das Lenkrad mit Stealth-Funktion. Es zeigt nur das, was man gerade braucht. Kein Button-Overload, sondern Fokus. Fast schon Zen im SUV.
Der iX3 hat legendäre Ahnen. Die sogenannte "Neue Klasse" wird von 1962 bis 1972 gebaut und definiert die Marke bis heute. Alltagstauglichkeit, Eleganz und gute Fahrleistungen sind seitdem kein Widerspruch mehr.
Und ja, er fährt sich tatsächlich wie ein BMW. Trotz Größe und Gewicht überrascht der iX3 mit Agilität. Das "Heart of Joy" ist ein zentraler Hochleistungsrechner und sorgt dafür, dass Lenkbefehle blitzschnell umgesetzt werden. Kaum Wanken, präzise Rückmeldung, im Sportmodus sogar leicht hecklastig. So muss das sein. In der Kurve also unterhaltsam wie eh und je, auf der Geraden sowieso. Knapp 470 PS und 645 Newtonmeter sind dann doch über alle Zweifel erhaben.
Der iX3 ist keine Hommage an die Vergangenheit, sondern ihre Weiterentwicklung. Die „Neue Klasse“ lebt, nur eben elektrisch. Und ziemlich beeindruckend.