Leapmotor B05 Front/Seite in Fahrt
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Leapmotor bringt mit dem B05 einen Kompakten

Die Marke Leapmotor hat sich am Markt etabliert und im Mai erstmals über ein Prozent Marktanteil errungen. Ein Achtungserfolg, der zeigt, dass die Stellantis-Marke irgendwie zu Herrn und Frau Österreicher passt.

Der nächste Schritt führt nun in ein Segment, das besonders in Österreich traditionell stark besetzt ist. Mit dem B05 erweitert Leapmotor sein Angebot mit einem Fahrzeug der Kompaktklasse, die für viele Hersteller nach wie vor das Rückgrat des Marktes bildet. Der neue Kompakte soll Kunden ansprechen, die moderne Elektromobilität suchen, dabei aber weder auf Alltagstauglichkeit noch auf ein vernünftiges Platzangebot verzichten wollen.

Im direkten Gespräch erzählt Christian Bley, Markenleiter von Leapmotor Österreich, dass besonders junge Leute eine Alternative zu SUVs suchen. Also setzt man auf Bodennähe, Sportlichkeit und Dynamik. Natürlich nicht, ohne die Leapmotor-typische Technik zu verbauen.

Apropos Sportlichkeit: Heckantrieb, 218 PS und eine Beschleunigung von etwas mehr als sechseinhalb Sekunden sprechen für Fahrfreude. Und hinter vorgehaltener Hand bereitet man sich bei Leapmotor schon auf eine Sportvariante mit mehr als 300 PS vor. Aber bleiben wir einmal beim konventionellen B05.

Kompakt und sportlich

Der Lepmotor B05 ist 4,43 Meter lang. Nicht zu groß, nicht zu klein, dafür modern, elektrisch und mit einem Design, das nicht auf Teufel komm raus futuristisch sein möchte. In jedem Fall ist der B05 ein fescher Kerl. Und er setzt auf Details, die Autoaficionados lieben, wie beispielsweise rahmenlose Scheiben. Witzig: Der Schriftzug am Heck ist gar nicht so klein, der Knopf für die Heckklappe wiederum schon. Und er ist gut versteckt.

Leapmotor B05 Heck/Seite in Fahrt

Dachspoiler, Lichtleiste: Der Leapmotor B05 geht mit der Zeit. Der Knopf für den Kofferraum versteckt sich übrigens in der Nähe der Rückleuchten.

Nach zwei Minuten Sucherei hat die GO! Radaktion um Hilfe gebeten. Naja, um allen Lesern dieses Schicksal zu ersparen verraten wir, dass der Knopf nicht in der Mulde und auch nicht im "O" ist, sondern Schwarz auf Schwarz bei der rechten Heckleuchte versteckt ist. Ist die Heckklappe einmal offen, können 345 bis 1.400 Liter Gepäck geladen werden.

Der Innenraum ist clean, verzichtet auf Knöpfe und setzt auf Bildschirme. Tatsächlich hinterlässt das Cockpit einen hochwertigen Eindruck. Die Materialauswahl wirkt durchdacht, die Oberflächen fühlen sich angenehm an und die Verarbeitung bewegt sich auf einem Niveau, das man in dieser Klasse durchaus erwarten darf. Mit dem Display lässt sich alles steuern. Er verfügt auch über den neuesten Prozessor. Darauf sind die Verantwortlichen besonders stolz. Der 4.0 Qualcomm soll die Menüführung und auch die Bedienung möglichst flüssig und schnell machen. Wir können zumindest keinen Makel erkennen.

Schnell laden und weit fahren

Der B05 basiert auf einer 400-Volt-Architektur. An Wechselstrom-Ladesäulen kann der B05 mit bis zu 11 kW laden, an Schnellladesäulen sind im Idealfall rund 170 kW möglich. So lässt sich der Akku unter günstigen Bedingungen in weniger als einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent aufladen.

Leapmotor B05 Cockpit

Aufgeräumt und gut gemacht. Das Cockpit des Leapmotor B05 hat keinen Knopf, dafür ein 14,6 Zoll großes Display. Die Smartphoneintegration und -ladung funktioniert kabellos. Das Handy kann sogar als Schlüssel verwendet werden.

Eine Wärmepumpe gehört zum Serienumfang und verbessert die Effizienz insbesondere im Winter. Die Reichweite beläuft sich in der Long-Range-Variante auf 482 Kilometer nach WLTP. Klassenüblich und mehr als genug, um im automobilen Alltag zu bestehen.

Leapmotor verfolgt damit einen nachvollziehbaren Kurs: Die Marke wächst, erschließt neue Kundengruppen und erweitert ihr Angebot um ein Fahrzeug, das genau dort ansetzt, wo ein großer Teil des europäischen Marktes zu Hause ist. Der B05 könnte sich damit als wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der Marke erweisen.

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