Opel Astra Front/Seite in Fahrt
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Es werde Licht!

Der Opel Astra bekommt ein tiefgreifendes Update

Der Opel Astra ist einer dieser Namen, die im Kompaktsegment einfach dazugehören. Seit Jahrzehnten steht er für das, was viele Autofahrer im Alltag wirklich brauchen: solide Technik, viel Nutzwert und ein gutes Maß an Vernunft. Genau deshalb gehört die Kompaktklasse von Opel – zuerst Kadett und seit 1991 Astra – seit Generationen zu den Konstanten auf europäischen Straßen.

Jetzt haben wir aber 2026 und damit ist es auch Zeit für eine sogenannte Produktaufwertung. Zumindest, wenn es nach den Rüsselsheimern geht. Denn altbacken war auch der Vorgänger nicht. Egal, schon auf den ersten Blick auf die Front wird klar, dass sich etwas getan hat. Eine durchgehende LED-Lichtleiste zieht sich über die gesamte Front und verbindet die Scheinwerfer miteinander. In der Mitte sitzt das beleuchtete Opel-Logo, das dem Astra vor allem bei Nacht einen ziemlich markanten Auftritt verpasst. Kompass-Design nennt Opel dieses Element: wie beim Richtungsweiser sind Norden, Süden, Osten und Westen markiert.

Lichtgestalt

Besonders beeindruckend ist dabei die Lichttechnik. Die IntelliLux-HD-Matrix-Scheinwerfer bestehen aus rund 50.000 einzelnen LED-Elementen. Das klingt zunächst nach einer Zahl aus dem Technikprospekt, zeigt im Alltag aber schnell seinen Nutzen. Das System passt den Lichtkegel ständig an die Verkehrssituation an, blendet entgegenkommende Fahrzeuge gezielt aus und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Straße optimal ausgeleuchtet bleibt. Gerade auf dunklen Landstraßen ist das ein echter Sicherheitsgewinn. Das haben wir selbst auf den spärlich beleuchteten Bergstraßen Dalmatiens erlebt.

Opel Astra Sports Tourer Seite/Heck in Fahrt

Neben vier Antriebsvarianten – Hybrid, Plug-in, Elektro und Diesel – gibt es auch wieder zwei Karosserievarianten. Der Kombi namens Astra Sports Tourer hat ein Kofferraumvolumen von 595 bis 1.634 Liter. Der Fünftürer fasst 422 bis 1.339 Liter.

Auch im Innenraum zeigt sich, dass Opel den Kompaktklassiker weiterentwickelt hat. Die Cockpitlandschaft wirkt modern und aufgeräumt. Ein digitales Instrumentendisplay trifft auf ein zentrales Infotainmentsystem, das leicht zum Fahrer geneigt ist und dadurch angenehm erreichbar bleibt. Die Bedienung wirkt durchdacht, und erfreulicherweise setzt Opel weiterhin auf eine Kombination aus Touchscreen und klassischen Tasten. Während manche Hersteller mittlerweile alles ins Menü verbannen, bleibt der Astra hier angenehm pragmatisch. Dinge wie Temperatur oder Lautstärke lassen sich weiterhin schnell und intuitiv regeln. Ganz ohne langer Suche auf dem Bildschirm.

Der Fokus auf den Sitz

Beim Materialeindruck hat Opel ebenfalls nachgelegt. Besonders positiv fallen die Sitze auf. Opel hat hier traditionell einen guten Ruf, und auch im neuen Astra wird dieser Anspruch weitergeführt. Die Sitze sind ergonomisch konstruiert und von der Aktion Gesunder Rücken zertifiziert. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, weiß, wie wichtig ein guter Sitz tatsächlich ist. Gleichzeitig setzt Opel auch auf Nachhaltigkeit: Die Sitzbezüge bestehen aus vollständig recycelten Materialien, was zeigt, dass Komfort und Umweltbewusstsein heute durchaus zusammenpassen können.

Opel Astra Cockpit

Der Opel Astra schafft den Spagat zwischen digital und analog. Temperatur, Lautstärke, Sitzheizung und weitere Sekundäreinstellungen werden direkt über haptische Knöpfe bedient. Großartig: der Sitzkomfort. Aber da hat Opel ja schon seit geraumer Zeit einen guten Ruf.

Natürlich bleibt der Astra aber auch das, was er immer war: ein praktisches Alltagsauto. Wer besonders viel Platz braucht, greift zur Kombiversion, dem Astra Sports Tourer. Im Normalzustand fasst der Kofferraum 595 Liter. Werden die Rücksitze umgelegt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.634 Liter an. Es gibt nicht nur zwei Karosserievarianten, sondern gleich vier Antriebsmöglichkeiten.

Der Astra ist rein elektrisch mit einer Reichweite von bis zu 454 Kilometern nach WLTP erhältlich. Dann – man höre und staune – mit Dieselmotor und in zwei Hybridvarianten. Ohne Stecker und mit Niedrigvoltsystem und einer Systemleistung von 145 PS, oder als Plug-in-Hybrid mit insgesamt 196 PS und einer rein elektrischen Reichweite von 84 Kilometern. Letzteren haben wir uns an der Adria genauer angesehen. Lautlos zwischen Bootsanlegestellen und massiven Steinhäusern zu gleiten, hat durchaus etwas. Von sonorem Klangteppich begleitet über kurvenreiche Bergstraßen flitzen aber auch.

Opel Astra neu & Opel Kadett alt Details

Familientreffen: ein Opel Kadett A aus dem Jahr 1963 und der neue Opel Astra L aus 2026. Den allerersten Kadett hat Opel übrigens bereits 1936 gebaut. Also feiern die Rüsselsheimer stolze 90 Jahre Kompaktklasse.

Der Astra liegt satt, fährt dynamisch und trotzdem komfortabel. Eine Spreizung, die wohl auch mit der Wahl der Raddimension zusammenhängt. Hier sind keine Show&Shine-20-Zöller verbaut – es reichen 18 Zoll. Das Radhaus ist so gestaltet, dass es damit auch gut gefüllt ist. Und die damit vorhandene Reifenflanke nimmt kurze Stöße, wie Kanaldeckel oder Schlaglöcher, auf.

Ein Detail, das Opel dabei besonders gerne hervorhebt, ist die Herkunft des Autos: Der Astra wird im Werk in Rüsselsheim produziert und trägt damit ganz bewusst das Label "Made in Germany".

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