Mitsubishi Grandis Front/Seite in Fahrt
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Mitsubishi legt den Grandis neu auf

Manche Namen wecken bei Autofans sofort Erinnerungen. Grandis zum Beispiel. Anfang der 2000er stand dieser Name bei Mitsubishi für einen Van, der ein bisschen anders sein wollte als die Konkurrenz: viel Glas, viel Platz, ein kerniger Diesel und ein vergleichsweise flottes Design. Kurz: ein Auto, das man zumindest einmal angeschaut hat.

Im Jahr 2026 kehrt der Name zurück. Allerdings nicht so, wie man es erwarten würde. Der neue Mitsubishi Grandis hat mit dem alten ungefähr so viel gemeinsam wie ein chinesischer Bär mit einem italienischen Kleinwagen: den Namen. Und das war’s dann auch schon. Statt als Van rollt der Grandis nun als modernes SUV auf die Bühne. Elektrifiziert, digitalisiert, g’schnäuzt und g’kampelt. Willkommen in der Gegenwart. Und die sieht beim Grandis ziemlich selbstbewusst aus.

Die Front trägt das typische Mitsubishi-Gesicht im sogenannten Dynamic-Shield-Design, markante LED-Scheinwerfer und einen Kühlergrill, der klar signalisiert: Hier kommt kein schüchterner Kompaktwagen. Hinten setzt Mitsubishi auf das neue "Sculptural Hexagon"-Motiv. Mit rund 4,41 Metern Länge positioniert sich der Grandis genau dort, wo derzeit die halbe Autowelt unterwegs ist: im C-SUV-Segment. Also jener Klasse, in der man morgens durch den Stadtverkehr wuselt, am Wochenende zum See fährt und im Sommer versucht, den halben Hausrat in Richtung Adria zu transportieren.

Mitsubishi Grandis Heck/Seite

Das Heck des Grandis setzt auf das sogenannte "Sculptural Hexagon". Die Bezeichnung ist klassisches Marketinggebrabbel, die Optik ist aber durchaus gelungen. In den Kofferraum passen übrigens 576 bis 1.682 Liter.

Für alle Schandtaten bereit

Innen zeigt sich der Grandis angenehm pragmatisch. Statt digitalem Größenwahn, gibt es einen gut nutzbaren Innenraum mit genau so viel Platz, wie man ihn im Alltag tatsächlich braucht. Die Rückbank lässt sich verschieben, wodurch sich der Kofferraum flexibel anpassen lässt. Mal reicht er für den Wocheneinkauf, mal für Campingzeug, E-Scooter oder die spontane "Das nehmen wir auch noch mit"-Aktion aus dem Baumarkt.

In Zahlen bedeutet das: 576 bis 1.682 Liter. Technisch bleibt der Grandis natürlich nicht analog stehen. Optional gibt es ein 10,4-Zoll-Touchscreen-Infotainment mit Google Built-in sowie kabellosem Android Auto und Apple CarPlay. Dazu kommt ein digitales Cockpit, das alle wichtigen Informationen liefert, ohne den Fahrer mit digitalem Überschmäh zu erschlagen.

Mitsubishi Grandis Cockpit

Der 10,4 Zoll große Touchscreen ist vertikal ausgerichtet und erinnert so an ein modernes Smartphone.

Spannend wird es beim Antrieb. Mitsubishi setzt auf Elektrifizierung, ohne allerdings gleich das Ladekabel zum Lebensstil zu erklären. Der Einstieg erfolgt über einen Mild-Hybrid: ein 1,3-Liter-Turbobenziner unterstützt von einem kleinen elektrischen Helfer. Systemleistung: die serienmäßigen 140 PS werden per Sechsgang-Handschaltung sortiert. Wer lieber cruisen will, kann auch zur Automatik greifen.

Die technisch interessantere Variante ist allerdings der Vollhybrid. Hier arbeiten Benzin- und Elektromotor zusammen und liefern 158 PS Systemleistung. Besonders im Stadtverkehr spielt dieses System seine Stärken aus, weil der Grandis einen guten Teil der Zeit rein elektrisch unterwegs sein kann. Das freut nicht nur die Ohren der Nachbarschaft beim morgendlichen Start, sondern auch das Geldbörserl. 4,4 Liter auf 100 Kilometer sind für ein SUV dieser Größe nämlich durchaus eine Ansage.

Mitsubishi Grandis Schriftzug Detail

Der Grandis-Schriftzug erlebt nach knapp 15 Jahren ein Comeback.

Sicherheit geht vor

Auch bei der Sicherheit fährt der Grandis die volle Assistenzparade auf: adaptive Abstandregelung, Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Totwinkelwarner und ein Around-View-Monitor, der das Einparken deutlich stressfreier macht. Gerade im dichten Alltag, im Stau, bei der Urlaubsfahrt oder Parkplatzsuche werden solche elektronischen Co-Piloten schnell zu guten Freunden. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der neue Mitsubishi Grandis ist kein nostalgischer Rückblick, sondern ein komplett neu gedachtes Auto. Ein modernes City-SUV mit viel Nutzwert, effizienter Technik und einem Design, das sich im Straßenbild nicht verstecken muss.

Und doch gibt es eine kleine Verbindung zum Ur-Grandis. Denn auch der war seinerzeit ein bisschen mutiger gestaltet als viele seiner Konkurrenten. Nur eben mit Van-Genen und Dieselklang statt Hybridtechnik und SUV-Attitüde.

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