Die besten Kleinwagen
Das Segment der Kleinwagen hat in jüngerer Vergangenheit stets an Bedeutung verloren. Nicht für die Autofahrer, sondern für die Hersteller. Die Entwicklungskosten sind ähnlich hoch wie bei einem größeren Auto. Der Verkaufspreis sollte im Idealfall aber deutlich darunter liegen. Tatsache ist aber, speziell in schnell wachsenden Städten ist ein Kleinwagen die wohl vernünftigste und auch komfortabelste Lösung. Umso sch.ner ist die Wende, die sich abzeichnet: Kleinwagen sind, besonders bei europäischen Herstellern, wieder voll im Trend.
Renaults Dreigespann
Einer der automobilen Topstars des Jahres 2025 ist der Renault 5. Jetzt folgen Twingo und Clio. Witzig: Die zukunftsgewandten Elektromodelle erhalten Retro-Design. Und der Clio mit Verbrennungsmotor kommt mit futuristischen Linien. Offensichtlich hat Renault seinen Kleinwagendauerbrenner gänzlich neu gedacht – auf einem weißen Blatt Papier.
Das endgültige Design des Clio ist in der Tat mehr als einfach nur attraktiv. Ein breiter Lufteinlass mit Rhombenstruktur, markant gezeichnete LED-Leuchten und klare Kanten sorgen dafür, dass der Clio nicht länger der stille Begleiter im Verkehrsfluss ist. Er ist ein Auto, das auffällt, ohne laut zu werden. Die leicht gewachsene Länge und die sportlich ansteigende Fensterlinie verstärken diesen Eindruck.
Unter der Haube stehen zwei Charaktere bereit. Der 1,2-Liter-TCe-Benziner mit 115 PS ist leichtfüßig im Stadtverkehr und ausreichend kraftvoll auf der Landstraße. Wer es noch moderner und sparsamer mag, greift zum E-Tech-Hybrid. Mit 160 PS Systemleistung, einem hohen elektrischen Fahranteil und niedrigem Verbrauch gibt er den idealen Allrounder für alle, die ein bisserl mehr von einem Kleinwagen erwarten. Wesentlich elektrischer ist der 2024 vorgestellte R5, der sich mit dem Titel "Auto des Jahres 2025" schmücken darf.
Ganz neu hingegen: der Twingo E-Tech electric. Optisch erkennt man offensichtliche Anleihen an die erste Generation. Kulleraugen, eine Van-artige Silhouette und verspieltes Design sorgen für Wiedererkennungswert. Zugleich kommt modernste Technik bei Sicherheitssystemen, Multimedia und Antrieb zum Einsatz. Die 263 Kilometer WLTP-Reichweite sollten für die Stadt auf alle Fälle ausreichen, 82 PS ebenfalls. Praktisch, kostengünstig und enorm charmant wird der neue Twingo den heimischen Stadtverkehr bestimmt bereichern.
Fiat Grande Panda
Wie der Twingo, nimmt sich auch der Grande Panda die erste Generation zum Vorbild. Er beantwortet die Frage: Wie schafft man maximalen Raum und Komfort auf minimaler Fläche? Die kantige Form, der selbstbewusste "PANDA"-Schriftzug, Pixel-LEDs und die markante Front sind vertraut und doch frisch. Innen setzt sich dieser Mix fort: hochwertige Materialien, viele in Recyclingqualität, schöne Details, wie der Fiat-Schriftzug in den Türen, und das ikonische "Lingotto"-Oval, das sich durch Cockpit und Verkleidungen zieht.
Trotz kompakter Außenmaße wirkt der Innenraum erstaunlich großzügig, bietet Platz für bis zu fünf Personen und überzeugt mit 361 bis 412 Litern Kofferraumvolumen, das bei Bedarf auf über 1.300 Liter wächst. Auch technisch zeigt sich der Grande Panda vielseitig. Erstmals gibt es ihn vollelektrisch mit bis zu 320 Kilometern Reichweite und 113 PS Leistung. Das macht ihn zum stärksten Panda aller Zeiten. Der optional integrierte Ladestecker überzeugt im Alltag. Alternativ stehen ein Mild-Hybrid oder ein klassischer Verbrenner zur Wahl. Alle Varianten fahren sich leichtfüßig und passen perfekt zum urbanen Charakter. Außerdem hat Fiat eine 4x4-Version in Aussicht gestellt. Wir freuen uns auf alle Fälle.
Seat Ibiza
Hand aufs Herz: Finden Sie, dass der Seat Ibiza jemals altbacken war? Nein. Wir auch nicht. Trotzdem hat Seat dem Kleinwagen eine Auffrischung gegönnt. Die Front ist nun ein bisserl kantiger und sportlicher. Die LED-Scheinwerfer sind neu geformt. Innen fällt das neue Volant auf. Und die weicheren Oberflächen. Das Infotainment ist modernisiert, die Sitze sind die bequemsten, die jemals in einem Ibiza verbaut waren.
Unter der Haube gibt es Benziner von 80 bis 150 PS. Letzterer versprüht sogar GTI-Flair in der Light-Version. Generell ist der Ibiza straff abgestimmt und nimmt Kurven agiler als die meisten anderen Kleinwagen. Wir empfehlen die sportliche FR-Version, die den dynamischen Grundcharakter noch einmal unterstreicht.
Firefly
Firefly ist eine Submarke von Nio. Trotzdem ist es nicht der Nio Firefly, sondern tatsächlich nur: der Firefly. Vergleichbar mit der Corvette, die ja auch nicht Chevy Corvette genannt wird. Nebensächlich. Hier geht es immerhin um Inhalte. Und hier hat der Firefly tatsächlich einiges zu bieten. Mit vier Metern Länge, kompaktem Radstand und Wendekreis bleibt der Firefly wendig und alltagstauglich. Gleichzeitig überrascht er mit einem erstaunlich durchdachten Innenraum.
Platz? Hat er. Hochwertige Materialien? Auch. Für den Fahrspaß sorgen 143 Elektro-PS, die über die Hinterräder auf die Straße kommen. In gut acht Sekunden ist der kleine Chinese auf Landstraßentempo. Nach WLTP fährt er bis zu 330 Kilometer weit. Genug, um bei durchschnittlicher Fahrzeugnutzung nur ein Mal pro Woche laden zu müssen. Der Firefly ist ein Stadtflitzer, fühlt sich subjektiv aber wesentlich erwachsener an.
Cupra Raval
Der Cupra Born ist sehr erfolgreich, der Tavascan verdreht die Köpfe. Was fehlt, ist ein elektrischer Cityflitzer. Bis jetzt. Der Raval vollendet Cupras elektrische Dreifaltigkeit und zielt vor allem auf Menschen in urbanen bis innerstädtischen Gefilden ab. Er zeigt schon auf den ersten Blick, welch Geistes Kind er ist. Scharfe Linien, eine dynamische Silhouette und kupferfarbene Details. Ein echter Cupra eben. Und als solcher fährt er auch so sportlich, wie man es von den schnellen Spaniern gewohnt ist.
In der vorerst flottesten Variante leistet er bis zu 226 PS und beschleunigt in weniger als sieben Sekunden auf Tempo 100. Das Einlenkverhalten soll genauso zackig wie das seiner Markenbrüder sein. Immerhin kommt Cupra von Cup Racer. Erwähnenswert sind die 440 Kilometer Reichweite nach WLTP. Damit ist er nicht nur City- und Pendel-tauglich, sondern durchaus auch langstreckenfit.