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Das Beste oder nix! – Teil 6

Die besten Kombis

Österreich ist Kombiland! Egal ob Stadt, Land oder Alpenpass. Praktisch, geräumig und alltagstauglich bietet er Platz für Familie, Gepäck und alles, was man spontan einladen möchte. Das trifft auch auf SUVs zu, die seit gut zwei Jahrzehnten der wohl größte Kombi-Kunkurrent sind. Trotzdem hat der Kombi bauartbedingte Vorteile, womit er seine hochbeinigen Freunde in der Theorie recht blass dastehen lässt. Zum Beispiel bedeutet mehr Bodennähe auch weniger Stirnfläche, was den Luftwiderstand reduziert und damit zu mehr Effizienz führt. Außerdem lässt sich der Kombi-Kofferraum durch eine niedrigere Ladekante besser beladen. Für ambitionierte Autofahrer ist wichtig: Der Kombinationskraftwagen, um das Kind beim vollen Namen zu nennen, ist das agilere Auto. Der Schwerpunkt liegt niedrig, die Kurvenneigung ist gering. Er ist ein Lifestyle-Auto, das Alltag und Abenteuer perfekt vereint. In Österreich gilt deshalb: Wer viel Auto fürs Geld will, setzt auf Kombis.

BYD Seal 6 Touring

Der BYD Seal 6 Touring trifft Österreichs Kombi-Nerv ziemlich genau. Viel Platz, viel Reichweite, ein großer Kofferraum und eine Silhouette, die ein bisschen nach Shooting Brake aussieht. Im Cockpit gibt’s reichlich Ausstattung und gute Materialien, im Kofferraum 500 bis 1.600 Liter Stauraum und sogar eine Skidurchreiche fürs Winterwochenende.

Angetrieben wird der Seal 6 Touring von einem 1,5-Liter-Benziner und einem kräftigen E-Motor. 212 PS kommen an der Vorderachse an und bis zu 100 Kilometer fährt man rein elektrisch. Für die Sommerfahrt an die Adria stehen 1.350 Kilometer Gesamtreichweite zur Verfügung. Der Plug-in-Hybrid fährt im Alltag meist lokal emissionsfrei, auf der Autobahn gemütlich und überraschend leise. Und ja, für BYDs ersten Kombi macht das Gesamtpaket eine erstaunlich gute Figur.

Nio ET5 Touring

Auf einmal war er da und verdreht Köpfe. Der elektrische Lademeister kombiniert die schlanke Silhouette des ET5 mit einem verlängerten Heck, das nicht nach Pampers-Transporter, sondern nach sportlichem Lifestyle aussieht. Hinten passt erstaunlich viel hinein, vorne sitzen alle in einer gemütlichen Mischung aus Hightech und Lounge.

Typisch Nio: große Displays, cleane Linien und ein Bedienkonzept, das eher an ein Start-up als an einen klassischen Autobauer erinnert. Für Österreich aktuell noch irrelevant, trotzdem erwähnenswert: das bekannte Batteriewechselsystem, das längere Reisen entspannt. Ein Shooting Brake mit Familienbonus. Straff genug, um Spaß zu machen und komfortabel genug für die Kilometerfresser. Unterm Strich ist er der Kombi für alle, die Platz wollen, aber keinen Bock auf "Kombi-Chic" von gestern haben.

Audi A5 Avant

Eine Kombi-Liste ohne Audi ist wie ein Irish Pub ohne Guinness. Wohl jeder kennt den Spruch: "Schöne Kombis heißen Avant." Als Nachfolger des Bestsellers A4 tritt der A5 in große Fußstapfen. Und er füllt sie aus. Optisch fällt die längere, dynamische Karosserie sofort ins Auge. Schlanke Scheinwerfer, OLED-Rückleuchten mit individueller Signatur und bündige Türgriffe verleihen dem A5 einen modernen, eleganten Auftritt.

Auch das Cockpit zeigt, dass Audi bei der Technik nichts dem Zufall überlässt: Curved-Display, Touchscreens für Fahrer und Beifahrer, Head-up-Display und gekühltes, induktives Laden für Smartphones. Platz gibt es vorne wie hinten reichlich, der Kofferraum schluckt 476 Liter, bei umgelegten Rücksitzen sogar bis zu 1.424 Liter. Unter der Haube sorgt ein 204-PS-Diesel mit Mild-Hybrid für ausreichend Leistung, niedrigen Verbrauch und angenehme Langstreckenqualitäten. Wer es sportlicher mag, kann auf Benziner oder S5-Modelle mit mehr Power zurückgreifen. Letztere natürlich mit legendärem Quattro-Antrieb.