Die besten Platzhirsche
Bei Autos ist es wie bei Immobilien: Für manche zählt einfach nur die Größe. Gut, das Leben ist halt manchmal eher Meidling als Mallorca und nur wenige fahren in James Bond-Manier ausschließlich im feinen Zweiteiler mit Angebeteter und Kulturbeutel im Sportwagen. Im echten Autoalltag hat man Kinder, Sportgeräte, Möbel, Kinderwägen und weitere unhandliche Gepäckstücke mit. Und da braucht es Platz. Selbst für Alleinreisende gilt: Mehr Stauraum hei.t weniger Sorgen, mehr Freiheit und ein bisschen Lifestyle-Feeling dazu. Kurz: Wer viel transportieren will oder einfach auf Nummer sicher geht, der nimmt Platzhirsche mit XXL-Kofferraum.
Volkswagen ID. Buzz
Volkswagen hat in seiner Geschichte ja schon für viele Ikonen gesorgt. Der Bulli ist aber zweifelsfrei die größte. Zumindest physisch. Und weil der Bulli stets an den Zeitgeist angepasst wird, gibt es ihn natürlich auch rein elektrisch als ID. Buzz. Dieser verbindet die legendäre Optik mit moderner Technik: Freundlich gezeichnete Front, große Fenster und ein beinahe quadratisches Heck sorgen schon optisch für gute Laune. Innen thront man wie ein König auf der Straße: komfortabel und größtenteils aus recyceltem Meeresplastik.
Platzprobleme? Fehlanzeige. Der Kofferraum schluckt zwischen 1.212 und 2.123 Litern. In der Cargo-Version sind es sogar satte 3.900 Liter. Der Motor sitzt hinten, der Wendekreis ist klein und der E-Antrieb sorgt für überraschend flotte Fahrleistungen. Dank 77-kWh-Akku kommt der ID. Buzz rund 420 Kilometer weit, lädt an Schnellladestationen mit bis zu 170 kW und fährt sich dabei überraschend agil für einen 2,5-Tonner. Emotional, praktisch, sympathisch: Der Elektro-Bulli macht Lust und könnte wie seine Ahnen Kultstatus erreichen.
Hyundai Ioniq 9
Der Ioniq 9 ist Hyundais Flaggschiff: fünf Meter lang, futuristisch gezeichnet und aerodynamisch wie ein Sportler. Pixel-LEDs, klare Linien, geschlossene Front: Der Look ist auffällig, aber nicht protzig. Innen wird’s richtig großzügig. Der Ioniq 9 kommt mit bis zu sieben Sitzen – auf Wunsch mit sechs und drehbaren Sesseln in der zweiten Reihe. Der Kofferraum fasst 338 bis knapp 2.500 Liter, plus Stauraum vorne und 2,5 Tonnen Anhängelast.
Trotz Packesel-Talenten fühlt sich das Cockpit wie eine Lounge an. Der 110-kWh-Akku liefert bis zu 620 Kilometer Reichweite. Geladen wird dank 800-Volt-Technik in unter 20 Minuten wieder auf 80 Prozent. Motorseitig geht’s von 218 bis 428 PS. Bei der Top-Motorisierung ist Allrad obligat und damit beschleunigt das SUV in 5,2 Sekunden auf 100 km/h. Sportlichkeit ist aber nicht die Mission: Der Ioniq 9 fährt leise, komfortabel und souverän.
Ford Tourneo/Transit Courier
Transit steht für die Arbeit, Tourneo für die Familie. Unter diesen Bezeichnungen tummeln sich Modelle von klein bis groß. Der Kompakteste dieser Modellfamilie heißt Courier, fasst bis zu fünf Personen und zeigt so viel Selbstbewusstsein wie noch nie. Die neue, kantige Karosserie wirkt frisch und fast schon schick. Dabei bleibt der Courier kompakt genug für die Stadt, innen aber erstaunlich geräumig: 570 Liter finden im Kofferraum Platz, bis zu 2.200 Liter sind es bei umgelegter Rückbank.
In der Nutzfahrzeugversion Transit passen sogar zwei Europaletten und mit neuer Durchreiche sogar 2,6 Meter lange Gegenstände hinein. Im Tourneo Courier arbeitet ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 125 PS, wahlweise mit 6-Gang-Schaltung oder 7-Gang-Doppelkupplung. Kein Sportwagen, aber munter genug. Außerdem gibt es sowohl Tourneo als auch Transit zusätzlich als reine Elektroversionen. Und das Fahren? Überraschend spaßig. Schließlich teilt sich der Courier das Werk mit dem Puma, der als einer der Agilsten seiner Klasse gilt.