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Das Beste oder nix! – Teil 8

Die besten Luxusliner

Luxus ist ja wahnsinnig subjektiv. Dennoch gibt es generelle Anforderungen, die ein echter Luxusliner erfüllen sollte. Da geht es in erster Linie um Überlegenheit: um überlegenen Komfort, überlegene Technik und auch um überlegene Kraft. Sportlichkeit ist hier oft irrelevant, müheloses vorankommen und Power in jeder Lebenslage aber sind ein Muss. Es geht auch nicht darum, dass überall Leder, Chrom oder blinkende Displays verbaut sind. Vielmehr merkt man sofort, dass jedes Detail durchdacht ist.

Die Sitze umschmeicheln einen wie ein Sessel aus einem Fünf-Sterne-Hotel. Das Fahrwerk schluckt Schlaglöcher und selbst die leisesten Motorgeräusche werden sanft ausgebügelt. Und natürlich gehört bei einem Luxusauto auch ein bisschen Prestige dazu. Es ist wie ein stiller Gentleman oder eine elegante Lady. Wer damit fährt, zeigt Geschmack, Erfolg und das gewisse Extra, ohne laut trommeln zu müssen. Luxus ist also nicht nur teuer, es ist ein Erlebnis für alle Sinne – von der ersten Berührung des Lenkrads bis zum zufriedenen Lächeln, wenn man aussteigt.

Mercedes-Maybach GLS

Ein Mercedes in einer Luxus-Liste gilt als gesetzt. Man könnte meinen, eine S-Klasse wäre hier prädestiniert. Ja, natürlich, aber unsere Aufgabe ist es ja, etwas über den Tellerrand hinauszublicken. Und wenn es um absoluten Komfort geht, dann ist der GLS in der Maybach-Version nicht zu toppen. Während die normale GLS-Klasse schon satt ausgestattet ist, wird die Maybach-Interpretation zum rollenden Penthouse. Außen glänzt er mit viel Chrom, riesigem Grill und optionaler Zweifarblackierung, die schon beim Vorbeifahren "Chef an Bord" signalisiert.

Innen fühlt er sich weniger nach Auto und mehr nach Lounge an. Hinten warten zwei breite Einzelsitze, die sich fast komplett flachlegen lassen – samt Massage, Kühlung und Fußauflagen. Zwischen ihnen steht auf Wunsch eine Edelkonsole mit Kühlschrank und Kristallgläsern. Dazu kommt ein Burmester-Soundsystem, das jeden Kilometer wie ein Privatkonzert klingen lässt. Der V8 bewegt die fast drei Tonnen mühelos, während das Fahrwerk die Straße im Maybach-Modus weichzeichnet. Das Ergebnis ist ein SUV, das nicht nur transportiert, sondern zelebriert. Wer S-Klasse-Komfort will, aber höher sitzen möchte, landet genau hier.

Range Rover

Der Range Rover ist der Urvater aller hochbeinigen Luxusvehikel. Ein motorisierter, nach Leder und Holz duftender Hochstand, in dem Earl und Lord nach der Fuchsjagd ihre Ländereien abfahren. Gut, vom jagenden Aristokraten in gewachster Jacke hat sich der Range Rover anno 2026 entfernt, nicht aber vom seiner ursprünglichen Idee: kein Protzen, kein Blinken, einfach souveräne Eleganz. Die Linien sind glatt, die Haltung majestätisch. Im Inneren herrscht eine entspannte Wohnzimmerstimmung. Dickes Leder, ruhige Formen, hochwertige Haptik. Alles wirkt bewusst reduziert, aber eben auf die feine Art. Die Sitze sind weich, gleichzeitig stützend, und die Geräuschdämmung schafft eine Ruhe, die man sonst nur aus sehr teuren Hotels kennt.

Auf der Straße gleitet er fast schwebend dahin. Die Luftfederung arbeitet wie ein Butler, der unauffällig alles Unangenehme wegräumt. Trotzdem bleibt genug Kraft, um den schweren Wagen lässig voranzutreiben. Und im Gelände kann er Dinge, die man ihm in dieser Luxusfassung gar nicht mehr zutrauen würde. Der Range Rover bleibt damit eine eigene Liga. Nicht laut und glitzernd, sondern tiefenentspannt und beeindruckend souverän. Ein Luxusauto für Menschen, die nichts beweisen müssen.

Porsche Cayenne Electric

Porsche war die erste Sportwagenmarke mit SUV. Jetzt gehören die Stuttgarter zu den ersten, die ein echtes 1.000-PS-Auto für den Alltag bringen. Exakt 1.156 PS beschleunigen den gar nicht so leichten Cayenne auf Formel-1-Niveau. Kann denn Leistung Sünde sein? Nein! Trotz der brachialen Power bleibt das SUV erstaunlich souverän. Kurven werden mit Leichtigkeit genommen, das Fahrwerk bügelt Unebenheiten weg und das Handling vermittelt das klassische Porsche-Gefühl. Gepaart mit maximalem Komfort. Luxus eben. Und Hightech.

Edle Materialien, Panoramadisplays und clevere Details sorgen dafür, dass man sich im Cockpit wie in einem luxuriösen Raumschiff fühlt. Alles wirkt durchdacht, alles wirkt Porsche. Kurz gesagt: Wer dachte, elektrisch bedeutet brav, wird vom Cayenne Electric Turbo eines Besseren belehrt. Leistung ist hier keine Sünde, sondern ein Genuss: leise, schnell und verdammt edel.