Die besten Sportler
Es gibt auf dem Automobilmarkt wohl nichts ähnlich Emotionales wie einen Sportwagen. Und weil Emotionen eben nicht unbedingt mit Daten und Fakten einhergehen, kommen hier auch nicht automatisch die obersten Plätze der Nordschleifen-Rundenzeitliste vor. Sondern Autos, die uns ganz einfach begeistern. Es sind Autos, die man nicht braucht, aber unbedingt will. Sportler sind seelische Fußmassagen, Balsam fürs Gemüt und Inhalt vieler Träume.
Honda Prelude
Flach, sportlich, fast futuristisch. Von der Idee her aber trotzdem Retro – im absolut positiven Sinne. Ein sportliches Coupé, das preislich darstellbar und unterhaltsam im Handling ist. Das gab es früher zuhauf. Heute ist der Prelude ein Einzelkämpfer – und was für einer. Ob enge Kurven auf Bergstraßen oder lange Landstraßen: Der Prelude fährt präzise, vergleichsweise komfortabel und macht einfach Freude.
Im Innenraum warten perfekt konturierte Sitze mit Seitenhalt, ein hochwertiges Cockpit, kabelloses Laden fürs Smartphone und durchdachte Details, die den Alltag erleichtern. Unter der Haube sorgt ein Vollhybrid mit 184 PS und 300 Newtonmetern Elektro-Drehmoment für Power, die jederzeit abrufbar ist.
MG Cyberster
Der MG Cyberster ist ein Roadster, der Blicke magnetisch anzieht. Lange Haube, kurzes Heck, Stoffdach und dann diese Türen, die nach oben aufgehen und das Auto zum Showstar machen. Unter der schicken Karosserie steckt Performance: 510 PS, Allradantrieb, 0 auf 100 in 3,2 Sekunden. Trotz der Power ist der Cyberster überraschend alltagstauglich. Platz hinter den Sitzen, ein 250-Liter-Kofferraum und bequem geschnittene Sitze machen ihn zum echten Gran Turismo.
Das Cockpit ist modern und klar strukturiert. Drei Bildschirme sind direkt auf den Fahrer ausgerichtet, Touchscreens für Navigation und Einstellungen, echte Tasten für Klima, Dach und Türen. Das Stoffdach öffnet sich in unter 12 Sekunden, der 77-kWh-Akku liefert bis zu 450 Kilometer Reichweite und lädt in weniger als 40 Minuten auf 80 Prozent. Wer weniger Leistung, dafür aber mehr Reichweite will, greift zum Hinterradantrieb mit 340 PS. Wer ihn fährt, weiß: Mit diesem Zweisitzer bleibt man immer im Mittelpunkt – und das macht einfach Spaß.
Alpine A390
Ein Viertürer? Mit Elektroantrieb? Was macht so ein Auto in einer Auflistung von fantastischen Sportwagen? Es ist der Fahrer, der ihn für gut befunden hat: niemand geringerer als Ferdinand Habsburg. Der Alpine-Werkspilot in der Langstreckenserie WEC beschreibt die A390 so: Die Alpine folgt ganz genau dem Lenkimpuls und hat eine hecklastige Gewichtsverteilung.
Habsburg verspricht Dynamik und die gleichen Rundenzeiten wie in der Leichtbau-Flunder A110. Mit bis zu 470 PS schafft der Nordfranzose eine Beschleunigung von 3,9 Sekunden auf Landstraßentempo. Maximal kommt man 555 Kilometer weit. Aber das ist für den Fahrspaß maximal nebensächlich.