MG HS Hybrid+ Front/Seite
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MG setzt auf clever verpackte Hybridtechnik

Als MG 2020 wieder einen Fuß in den heimischen Automobilmarkt gesetzt hat, lag der Fokus auf der Elektromobilität. Gut, es war ja auch nur ein Auto verfügbar und das war eben elektrisch.

Der ZS EV war ein Auto, das durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und mit seiner umfangreichen Serienausstattung gepunktet hat. Der zweite am österreichischen Markt erhältliche MG war der HS – ein Plug-in-Hybrid. Beide haben hierzulande Erfolge gefeiert, sodass sich die Marke wieder etabliert hat. Und beide kommen in zweiter Generation als fesche Hybride mit dem Namenszusatz "+". Ebenfalls erfolgreich: Im ersten Halbjahr 2025 erreicht die Marke ganze 1,9 Prozent Marktanteil.

Beginnen wir mit dem kleineren der beiden, dem MG ZS Hybrid+. Mit der neuen Generation hat MG nicht nur technisch, sondern auch optisch ordentlich nachgelegt. Die Linien sind klarer, moderner und deutlich selbstbewusster als beim eher nüchternen Vorgänger. Kurz gesagt: Der ZS ist erwachsen geworden. Dieser Eindruck setzt sich im Innenraum fort. Weiche Materialien, sauber verarbeitete Oberflächen, dezente Klavierlack-Akzente und ein gestochen scharfer 12,3-Zoll-Touchscreen runden das Ambiente ab. Ein charmantes Detail ist der große Gangwahlhebel der Dreigang-Automatik: fast schon nostalgisch, aber angenehm griffig.

MG ZS Hybrid+ Cockpit

Reichlich Platz im Innenraum: Auch als Großgewachsener sitzt man im ZS Hybrid+ äußerst bequem. Ein Hingucker ist der ausladende Wählhebel fürs Automatikgetriebe.

Technisch setzt MG auf einen selbstladenden Vollhybrid, der ohne Steckdose auskommt. Der 1,5-Liter-Saugbenziner mit 102 PS wird von einem kräftigen Elektromotor mit 136 PS unterstützt. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 197 PS. Das klingt nicht nach Verzicht und fühlt sich auch nicht so an. Die im Segment großzügig dimensionierte Batterie mit 1,83 kWh sorgt dafür, dass der ZS gerade im Stadtverkehr erstaunlich oft rein elektrisch unterwegs ist.

Das Zusammenspiel der Antriebskomponenten erinnert dabei stellenweise an ein stufenloses CVT-Getriebe: Der Benziner dreht manchmal hörbar hoch, nutzt den Drehzahlüberschuss aber effizient zum Laden der Batterie. Das Resultat ist ein WLTPVerbrauch von rund 5,1 Litern auf 100 Kilometer. Das vielleicht stärkste Argument bleibt jedoch der Preis: Unter 23.000 Euro geht es los. Voll ausgestattet kratzt der ZS kaum an der 27.000-Euro-Marke.

MG ZS Hybrid+ Front/Seite

Keine graue Maus: Der MG ZS Hybrid+ ist ein fesches City-SUV mit genug Platz für ausgedehnte Ausflüge.

Ein bisser größer, ein bisser stärker

Wer ein bisserl, aber ehrlich gesagt nicht viel, tiefer ins Börserl greifen möchte, bekommt den großen Bruder MG HS Hybrid+. Er positioniert sich im hart umkämpften Segment der kompakten Mittelklasse-SUVs und weiß genau, wie man dort punktet. Die Front zeigt selbstbewusst dosiertes Chrom, muskulös geformte Kotflügel und scharf gezeichnete LED-Scheinwerfer. Die serienmäßigen 19-Zoll-Felgen sorgen für die passende Portion Dynamik.

Wichtig für die Unterscheidung: Den HS gibt es auch als Plug-in-Hybrid. Wir konzentrieren uns hier aber bewusst auf den Hybrid+. Der kommt ohne Stecker aus und damit ohne Ladepflicht. Die 1,83-kWh-Batterie lädt beim Bremsen, im Gefälle oder im dichten Stadtverkehr. Gerade dort fährt der HS erstaunlich oft elektrisch, was nicht nur leise, sondern auch nervenschonend ist. Unter der Haube arbeitet ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 143 PS, unterstützt von einem äußerst potenten Elektromotor mit 199 PS. Die Systemleistung liegt bei 225 PS und die fühlt sich im Alltag mehr als ausreichend an.

Trotz gelegentlicher Denkpausen der Automatik präsentiert sich der HS souverän und kraftvoll. Er ist kein Sportler, aber ein komfortabler Gleiter mit ordentlichen Reserven. Dazu kommen eine auffallend gute Geräuschdämmung und ein 441 Liter großer Kofferraum, die den HS zum angenehmen Langstreckenpartner machen. Bei der Ausstattung kennt MG ohnehin keine Zurückhaltung: beheizte Ledersitze, zwei 12,3-Zoll-Displays, kabelloses Laden, eine elektrische Heckklappe, Klimaautomatik und das umfangreiche Assistenzpaket „MG Pilot“, inklusive Notbremsassistent, Spurhaltehilfe und Toter-Winkel-Warner, sind mit an Bord.

MG HS Hybrid+ Cockpit

Im Interieur setzt der HS auf eine wohnliche Atmosphäre, zeitgemäße Bildschirmbestückung und eine induktive Ladeschale zwischen Fahrer- und Beifahrersitz.

Fazit

MG zeigt mit dem ZS Hybrid+ und dem HS Hybrid+, wie clever kalkulierte Hybridtechnik aussehen kann: alltagstauglich, effizient und vor allem leistbar. Gerade in Österreich, wo Preisbewusstsein und praktische Qualitäten traditionell hoch im Kurs stehen, treffen beide Modelle den Nerv der Zeit. Zwei SUVs, zwei Charaktere und ein gemeinsamer Nenner: erstaunlich viel Auto fürs Geld.

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