MGS6 Front/Seite in Fahrt
News
E für alle!

MG zeigt ein ganz neues Elektroportfolio

Den Zusatz "electric" hat MG vor gut zwei Jahren aus dem Logo gestrichen, trotzdem sind die Exilbriten auf elektrischem Expansionskurs. Die Elektrooffensive startet stilecht dort, wo MG einst groß wurde: im verregneten England. Das Wetter? Grau. Die Stimmung? Überraschend sonnig. Denn was die neuen Modelle bieten, kann sich sehen lassen.

Beginnen wir mit dem frisch gelifteten MG4 EV. Wobei "Facelift" hier ein dehnbarer Begriff ist. Die Front läuft weiterhin spitz zu, die Flanken bleiben dynamisch eingezogen, das Heck zeigt sich kantig und selbstbewusst. Auf den ersten Blick also alles beim Alten. Auf den zweiten erkennt man die Feinarbeit: ein neu gezeichneter Heckspoiler, frische Farben, neue Felgendesigns.

Evolution statt Revolution

Richtig spannend wird es allerdings im Innenraum. MG hat auf seine Kundschaft gehört und dort nachgebessert, wo zuvor Kritik laut wurde. Mehr haptische Elemente, mehr echte Tasten, mehr Direktzugriff. Das Cockpit orientiert sich nun stark am größeren S5, wirkt hochwertiger verarbeitet und insgesamt aufgeräumter. Herzstück ist der zentrale 12,8-Zoll-Touchscreen. Der Kabelsalat zwischen den Sitzen hat ausgedient, das Smartphone wird induktiv geladen und kabellos mit dem MG verbunden.

MGS6 Innenraum

Das serienmäßige Panoramaglasdach verstärkt die luftige Atmosphäre. Der 12,8 Zoll große Touchscreen übernimmt einen Großteil der Sekundärfunktionen. Haptische Knöpfe und Regler gibt es dennoch. Das Smartphone kann kabellos geladen werden, eine Belüftung verhindert starke Wärmeentwicklung. Ein Highlight: die Sitze.

Ganz neu im Bunde ist der MG4 Urban. Der teilt sich zwar Fahrzeugsegment und Modellbezeichnung mit dem konventionellen MG4, geht technisch aber eigene Wege. Der MG4 ist der dynamische, der MG4 Urban der komfortable Bruder mit mehr Platz. Das liegt nicht nur an gut zehn Zentimetern zusätzlicher Außenlänge, sondern vor allem am geänderten Antriebslayout.

Der Motor sitzt hier, im Gegensatz zum klassischen MG4, an der Vorderachse. Das schafft Platz im Heck: 577 Liter Kofferraumvolumen sind in dieser Klasse eine Ansage. Wer also regelmäßig Großeinkäufe, Kinderwagen oder Sportequipment transportiert, wird das zu schätzen wissen. Technisch zeigt sich der Urban ebenfalls solide aufgestellt. Die Batterie fasst bis zu 53,9 kWh, geladen wird mit entsprechender DC-Leistung in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 416 Kilometern.

MG4 Urban Front Detail

Der MG4 Urban ist grundvernünftig, teilt sich aber viele optische Details mit dem extrem spaßigen, aber unvernünftigen Cyberster: das Felgendesign, die „Zahnlücke“ in der Frontschürze und die Lichtsignatur.

Sechs sells!

Wer mehr Reichweite möchte, greift zum nächsten Neuankömmling im MG-Portfolio: dem S6. Optisch gibt sich der größte MG-Elektriker selbstbewusst: klare Linien, eine breite Front und genau jene Portion Dynamik, die man heute von einem zeitgemäßen SUV erwartet – ohne dabei übertrieben futuristisch zu wirken. Kurz gesagt: Der S6 will gefallen, nicht polarisieren.

Im Innenraum zeigt er sich überraschend erwachsen. Die Materialien wirken solide, die Verarbeitung ist ordentlich. Die Sitze sind ein echtes Highlight: weich gepolstert, belüftet und beheizt. Auch das Lenkrad lässt sich temperieren. Erstmals ergänzt zudem ein Head-up-Display die digitale Bildschirmlandschaft und projiziert alle relevanten Fahrinformationen direkt ins Sichtfeld. Das Platzangebot ist aller Ehren wert. Der Kofferraum fasst 674 bis 1.910 Liter. Dazu kommt ein vergleichsweise großer Frunk, also ein Staufach unter der Fronthaube, mit 124 Litern.

MG4

Der MG4 wurde geliftet, bekommt neue Felgen, neue Farben und einen neuen Heckspoiler. Der Innenraum ist aus dem Schwestermodell S5 entnommen, die Spaßgranate, der XPower, ist Programm geblieben. Zwei Motoren, 435 PS und eine Beschleunigung von 3,8 Sekunden auf Landstraßentempo sind beeindruckend.

Den S6 gibt es als Hecktriebler mit 244 PS und als Allradler. Dann kommen 361 PS am Asphalt an. Die 77 Kilowattstunden große Batterie sorgt für Reichweiten von bis zu 530 Kilometern. Die Ladeleistung ist guter Durchschnitt. Mit maximal 144 Kilowatt dauert die Ladung von 10 auf 80 Prozent etwa 38 Minuten.

Die eigentliche Stärke liegt beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Der MGS6 positioniert sich preislich deutlich unter vielen etablierten Konkurrenten, ohne dabei spürbar an Ausstattung oder Sicherheitsfeatures zu sparen. Genau dieser Ansatz hat MG in Österreich einen Marktanteil von knapp zwei Prozent beschert. Hierzulande hat MG im letzten Jahr 5.450 Fahrzeuge neu zugelassen, in Europa wurden seit dem Comeback bereits eine Million Autos ausgeliefert.

Von klein bis groß, von vernünftig bis radikal: MG deckt 2026 eine beeindruckende Bandbreite ab. Der gemeinsame Nenner bleibt das starke Preis-Leistungs-Verhältnis. Viel Ausstattung, moderne Technik, konkurrenzfähige Reichweiten und das zu Konditionen, die in Österreich für viele leistbar bleiben.

Extern gehostetes Video URL